Bank der Regionen

Volksbank Greven eG schließt sich der Kooperation mit Fusionsabsicht der VR-Bank Kreis Steinfurt eG und der Vereinigte Volksbank Münster eG an

Die gemeinsame Umsetzung der Kooperation und die Vorbereitung der Umstellung auf das neue Bankenverfahren „agree21“ der VR-Bank Steinfurt eG und der Vereinigte Volksbank Münster eG sind auf gutem Weg.

Im Rahmen ihrer regelmäßigen Strategieprüfung hat die Volksbank Greven eG auch das Gespräch mit der VR-Bank Steinfurt eG und der Vereinigte Volksbank Münster eG gesucht. Nach vertrauensvollen Gesprächen haben die Aufsichtsräte und Vorstände aller drei Banken beschlossen, sich gemeinsam den Aufgaben der Zukunft zu stellen.

Die neue „Bank der Regionen“ wird repräsentiert durch die Regionen Rheine/Ibbenbüren, Greven/Lengerich und Münster/Telgte. Die genaue Zuordnung wird noch definiert. Geführt wird die Bank zu Beginn durch fünf Zentralvorstände und drei Regionalvorstände. Die neue Bank wird den Namen „Volksbank Münsterland Nord eG“ tragen und den juristischen Sitz in Münster haben. Als Verwaltungsstandorte sind Rheine und Telgte vorgesehen. Übernehmende Bank wird die VR-Bank Kreis Steinfurt eG sein.

Qualifizierte Beratung vor Ort können die Mitglieder und Kunden in den KompetenzCentern in Rheine, Ibbenbüren, Emsdetten, Greven, Lengerich, Münster, Münster-Hiltrup, Telgte und Sendenhorst erleben.
Der weitere Zeitplan sieht im Frühjahr 2019 die Umstellung auf das neue Bankenverfahren „agree21“ aller drei Banken vor. Im Jahr 2020 erfolgt – sofern die Vertreterversammlungen aller drei Banken zustimmen – die Fusion. Die technische Fusion soll dann im 3. Quartal 2020 umgesetzt werden.

Die neue Bank „Volksbank Münsterland Nord eG“ wird durch die Bündelung der Kräfte in der Produktion und Steuerung der Bank noch effizienter werden als die drei Einzelinstitute. Die Größe der fusionierten Bank ermöglicht einen weiteren Ausbau und eine Erweiterung der qualitätsorientierten Angebote. Die neue Bank wird nicht nur regional, sondern auch digital nah bei den Mitgliedern und Kunden sein. Regionale Vertriebsstrukturen sind Garant für kompetente und schnelle Entscheidungen und durch den Ausbau und die Erweiterung der digitalen Angebote findet die Begegnung mit den Mitgliedern und Kunden auch in deren digitalen Welt statt.

Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eröffnen sich durch die neue Bank berufliche Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten, aber es wird von ihnen auch die Bereitschaft erwartet, notwendige Veränderungen positiv zu begleiten. Betriebsbedingte Kündigungen sind nicht beabsichtigt, doch die Chance der Personalkostenbegrenzung durch die demographische Entwicklung der Mitarbeiter soll wahrgenommen werden. Die Volksbank Münsterland Nord eG wird für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein attraktiver Arbeitgeber und für die Mitglieder und Kunden ein starker und verlässlicher Partner sein. Aus drei gesunden, ertragsstarken Instituten wird für die Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter eine neue, zukunftsorientierte Genossenschaftsbank geformt.

Das gemeinsame Geschäftsgebiet: Regionen Rheine/Ibbenbüren, Greven/Lengerich, Münster/Telgte

Der genaue Zuschnitt der Regionen wird in der weiteren Kooperation festgelegt.

Fragen & Antworten zur Bank der Regionen

Warum fusionieren die drei Banken zu einem Institut?
  • Neben der Wettbewerbssituation im Bankenmarkt stehen unsere Banken weiterhin der anhaltenden Niedrigzinsphase und steigenden regulatorischen Anforderungen gegenüber. Hinzu kommt die voranschreitende Digitalisierung und die anstehende Migration auf das Kernbanksystem agree21. Diese Herausforderungen zu meistern, gelingt einem großen Institut leichter als drei einzelnen Banken.
  • Weiterhin ist Ziel des Zusammenschlusses die nachhaltige Unterstützung unserer Region und die bestmögliche Betreuung unserer Kunden und Mitglieder.

Was heißt das "Kooperation mit Fusionsabsicht"?

Das bedeutet, dass drei Partnerbanken, in diesem Fall die VR-Bank Kreis Steinfurt eG, die Volksbank Greven eG und die Vereinigte Volksbank Münster eG, auf verschiedenen Geschäftsfeldern zusammenarbeiten, mit dem Ziel, dass die Kooperation („Verlobungszeit“) zu einem späteren Zeitpunkt zu einer Fusion („Heirat“) der drei Partnerbanken führt. Der bestehende Kooperationsvertrag zwischen der VR-Bank Kreis Steinfurt eG und der Vereinigte Volksbank Münster eG wurde um die Volksbank Greven eG erweitert.

Wie soll denn die neue Bank 2020 heißen und wo hat sie ihren Sitz?
  • Die neue Bank wird den Namen „Volksbank Münsterland Nord eG“ tragen. Der juristische Sitz wird Münster sein und es gibt zwei Verwaltungsstandorte in Rheine und Telgte. Die technisch und juristisch übernehmende Bank wird die VR-Bank Kreis Steinfurt eG werden.
  • Die neue „Bank der Regionen“ wird durch die Regionen Rheine/Ibbenbüren, Greven/Lengerich und Münster/Telgte repräsentiert.
Was ist mit "Bank der Regionen" gemeint?
  • Regionale Strukturen garantieren schnelle, kompetente Entscheidungen direkt in der Region. Verbunden mit hohen Beratungsstandards und qualifizierter Beratung zentral und in der Region für Privat- und Firmenkunden. Es entsteht eine Bank aus den Regionen für die Regionen mit starker regionaler Verbundenheit.
  • Jede Region wird von einem eigenen Regionalvorstand geleitet.
  • Die Bank der Regionen zeichnet sich durch regionale Nähe sowie ein breites Produkt- und Dienstleistungsangebot aus. Durch das gemeinsame Marktgebiet ist das Ziel unserer Häuser zusammenzuwachsen, um zusammen zu wachsen.

Wie setzt sich der Vorstand der neuen Bank zusammen?

Zum Start wird der Vorstand aus fünf Zentralvorständen bestehen, die ihren Sitz in der Hauptstelle in Münster haben. Diese verantworten den zentralen Vertrieb, das Vertriebsmanagement, die Banksteuerung und die Produktion. Die drei Regionalvorstände mit Sitz in Rheine, Greven und Münster verantworten das Privat- und Firmenkundengeschäft in der jeweiligen Region.

Wie groß ist zukünftig der Aufsichtsrat und wie setzt er sich zusammen?

Der Aufsichtsrat soll anfangs aus 27 Mitgliedern bestehen. Davon wird 1/3 durch die Mitarbeiter der neuen Bank gestellt und gewählt und 2/3 werden durch die Vertreterversammlung bestimmt. Geplant ist, dass jeweils acht von der VR-Bank Kreis Steinfurt eG und der Vereinigte Volksbank Münster eG, sowie zwei Mitglieder von der Volksbank Greven eG der Vertreterversammlung zur Wahl vorgeschlagen werden.

Wird es in Zukunft einen Beirat geben?

Ja, es wird regionale Beiräte mit jeweils 50 Mitgliedern geben. Die Aufteilung der Beiräte ist wie folgt beabsichtigt: zwei Beiräte in der Region Rheine/Ibbenbüren, ein Beirat in Greven/Lengerich und zwei Beiräte in der Region Münster/Telgte.

Gibt es ein neues Filialkonzept?

Es gibt keine Überschneidungen des Geschäftsgebietes und damit auch keine überlappenden Standorte. Alle drei Banken haben ein Konzept, um die persönlichen oder digitalen Kontaktpunkte mit den Kunden weiter zu optimieren, und investieren dafür in zukunftsträchtige Techniken, unabhängig von einer Fusion.

Wird es Kompetenz Center geben?

Die Kompetenz Center sind notwendig, um unseren Mitgliedern und Kunden flächendeckend eine umfassende Beratung und Betreuung zu gewährleisten. In der neuen Bank wird es insgesamt neun Kompetenz Center an folgenden Standorten geben: Emsdetten, Greven, Ibbenbüren, Lengerich, Münster, Münster-Hiltrup, Rheine, Sendenhorst und Telgte.

Wenn wir sofort fusionieren würden, wie groß wäre dann heute die neue Bank?

Die Bilanzsumme würde bei rund 5,5 Mrd. € liegen, das betreute Kundenvolumen betrüge dann circa 12 Mrd. € bei einer Mitgliederzahl von knapp 139.000. Die neue Bank hätte fast 1.200 Mitarbeiter und rund 98 Standorte in drei Regionen.

Wie groß ist das Geschäftsgebiet nach der angestrebten Fusion?

Das Geschäftsgebiet hat dann eine Ausdehnung von rund 85 km in Nord-Südrichtung und rund 50 km in Ost-Westrichtung. Es reicht von Drensteinfurt im Süden bis nach Hopsten im Norden und von Burgsteinfurt im Westen bis nach Lienen im Osten. Durch die Aufnahme der Volksbank Greven eG wird das Geschäftsgebiet geschlossen.

Gibt es weiteren Personalabbau bei der geplanten Dreierfusion?
  • Die Genossenschaftsbanken haben in den vergangen Jahren bewiesen, dass sie die notwendige Effizienzsteigerung durch eine solide Personalpolitik begleiten.
  • Betriebsbedingte Kündigungen sind nicht beabsichtigt. Die notwendige Anpassung der Mitarbeiterkapazitäten soll durch die natürliche Fluktuation, die demographische Entwicklung und durch Altersteilzeitverträge erreicht werden.
  • Mitarbeiter haben in der fusionierten Bank neue und bessere Entwicklungsperspektiven.
  • Kooperation/Fusion, in welcher Konstellation auch immer, heißt, sich auf neue Kolleginnen und Kollegen und auf neue Rahmenbedingungen einzulassen – das ist einerseits spannend und aufregend, andererseits ist es eine Herausforderung. Veränderungsbereitschaft wird von jedem gefordert sein.
Was haben die Mitglieder und Kunden von dieser Kooperation und der angestrebten Fusion?

Nach einer möglichen Fusion profitieren Mitglieder und Kunden von der höheren Leistungsfähigkeit der neuen Bank. So wird es in der neuen Bank möglich sein, den Mitgliedern und Kunden Dienstleistungen und Produkte anzubieten, die heute die Banken aufgrund ihrer Größe nicht sinnvoll bereitstellen können.

Führt die angestrebte Fusion zu einer größeren Bank nicht dazu, dass die Banken sich immer weiter von ihren Kunden entfernen?
  • Ein Ziel der Fusion ist es, die Effizienz in der Abwicklung und der Steuerung zu steigern, aber auch weiterhin sowohl die „regionale“ Nähe, als auch die „digitale“ Nähe zum Kunden zu pflegen und auszubauen, mit dem Ziel, dem Kunden dort zu begegnen, wo er gerade ist.
  • Regionale Nähe bedeutet, dass qualifizierte Betreuung für Privat- und Firmenkunden in den Regionen mit hoher Qualität möglich ist und ausreichende Kompetenzen vor Ort für schnelle Entscheidungen sorgen.
  • Digitale Nähe heißt z.B., den Kunden ein umfassendes Kunden Service Center mit hoher Erreichbarkeit anzubieten, in dem sie alle alltäglichen Bankgeschäfte von überall aus erledigen können. Digitale Nähe heißt aber auch, Kunden kompetent mittels Videositzung zu beraten und den Kunden ein umfassendes Online-Banking und Brokerage, also eine digitale Filiale, anzubieten.
  • Diese Nähe wird auch durch den weiteren Ausbau der digitalen Zugangswege unterstützt und bietet unseren Mitgliedern und Kunden ganz neue Beratungs- und Serviceangebote bei der Vernetzung der digitalen und persönlichen Welt.
Gibt es nach der angestrebten Fusion neue IBAN-Nummern, BIC usw. für die Kunden?

Durch die juristische Übernahme der Volksbank Greven eG und der Vereinigte Volksbank Münster eG durch die VR-Bank Kreis Steinfurt eG wird die Bankleitzahl der VR-Bank Kreis Steinfurt eG übernommen. Für alle Kunden der Volksbank Greven eG und der Vereinigte Volksbank Münster eG bedeutet das eine Änderung der IBAN zum Fusionszeitpunkt, auch dann, wenn die ursprüngliche Kontonummer beibehalten werden kann.

Wird die Fusion wieder von einer externen Beratungsgesellschaft unterstützt - das kostet schließlich auch immer Geld?

Alle drei Partnerbanken haben in der Vergangenheit viel Erfahrung gesammelt und sind davon überzeugt, dass sie das Kooperations-/Fusionsprojekt umsetzen können. Dennoch wird man mit der Qualitätssicherung der Ergebnisse und zur Unterstützung der Projektarbeit externe Berater beauftragen.